Fühler im Netz 2.0 – Die Fühler im Verteilnetz breiten sich aus
Was bisher geschah…
- Systematischer Ausbau der Netzzustandsüberwachung
- Zustandserfassung von Netzbetriebsmitteln
- Errichtung einer effizienten Kommunikationsinfrastruktur
- Spannungen
- Phasenwinkeln (zwischen den Spannungen)
- THD (Total Harmonic Distortions)
So geht es weiter…
“Fühler im Netz 2.0” nutzt die gewonnenen Erkenntnisse des Vorgängerprojekts und legt den Fokus darauf, die Möglichkeiten zur Anlagen- und Netzzustandsüberwachung im großen Feldtest auszuweiten. Dabei sollen Optimierungspotentiale gehoben werden, die sich aus der Erfassung und der automatisierten Analyse von Massendaten im großen Maßstab ergeben. Für beide Kernelemente des FiN-Ansatzes, also sowohl für die BPL-Spektrumsanalyse als auch für die Erfassung der lokalen Spannung, kommen hierfür Big Data Analysen und Methoden der Künstlichen Intelligenz zum Einsatz. Zusätzlich findet im Rahmen des Projekts eine Weiterentwicklung der dezentralen Netzautomatisierung auf Basis der Messwerte der Sensor BPL-Modems statt.
Big Data
In einem großen Feldtest werden über 3500 BPL-Sensormodems in den Netzgebieten der Netze BW, der Mainzer Netze und der Energieversorgung Leverkusen (EVL) installiert. Diese werden in einer hohen zeitlichen Auflösung Daten über den lokalen Netzzustand (insb. der Spannung) und den Zustand von Kabeln und Anlagen erfassen. Dadurch fallen innerhalb kürzester Zeit große Datenmengen an, die für eine detaillierte Analyse genutzt werden können.
Künstliche Intelligenz
Die generierten Daten werden mithilfe von Massendatenverarbeitungsmethoden erfasst und mittels KI-Algorithmen auf Muster und Auffälligkeiten untersucht. So kann eine Vorhersage des Spannungsverlaufs und der Asymmetrie zwischen den Phasen ermittelt werden. Diese Erkenntnisse werden in Zukunft insbesondere bei der Integration von E-Mobilität in den Verteilnetzen relevant.
Projektkonsortium
Die Mitglieder des Projektkonsortiums unter der Leitung von PPC sind:
- Netze BW
- Mainzer Netze
- Energieversorgung Leverkusen (EVL)
- Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
- Bergische Universität Wuppertal
- Software AG
Das Projekt wird vom BMBF mit rund 2,5 Millionen Euro gefördert.